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Wolken und andere Wetterzeichen erkennen - und daraus das Wetter bestimmen, eine kleine Hilfeanleitung.

Wolken entstehen, wenn der in der Luft enthaltene Wasserdampf seinen Taupunkt erreicht und kondensiert bzw. erstarrt. Anhand der Wolken kann man Rueckschluesse auf das kommende Wetter ziehen. Nicht alle Wolken produzieren Niederschlag. Jede Wetterentwicklung braucht geraume Zeit fuer ihre Entstehung. Ihre Vorboten verraten dem kundigen Himmelsgucker aber schon einige Zeit vorher, wie das Wetter sich entwickeln wird. So kundigt sich Regenwetter lange vor dem Niederschlag vor allem durch die Wolkenbilder an. Wolken bringen Niederschlaege und sind damit klimatisch von besonderer Bedeutung

Wolken erkennen - die Wolkenfamilien sind in vier verschiedenen Hoehen anzutreffen:
- tiefe Wolken
- mittelhohe Wolken
- hohe Wolken
- und Wolken in allen drei Hoehen

Tiefe Wolken:

Hoehen: Die Wolkenfamilie des unteren Wolkenstockwerks befindet sich in allen Weltregionen in den Hoehen vom Erdboden bis etwa 2 Kilometer.

Bestandteile: Die Wolken des unteren Sektors enthalten ueberwiegend fluessige Troepfchen und nur in Ausnahmefaellen Eiskristalle.

Wissenswertes: Manche Cumulus-Arten ragen auch ins mittlere Wolkenstockwerk hinein, werden aber trotzdem in der Familie der tiefen Wolken beschrieben.

Wolkengattungen: Innerhalb dieser Wolkenfamilie unterscheidet man drei Wolkengattungen:
- Cumulus
- Stratocumulus
- Stratus

Cumulus
Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch cumulus = Haufen, Abk. Cu. Man nennt die Cumulus-Wolken auch "Haufenwolken" oder "Schaefchenwolken".

Beschreibung: Cumulus-Wolken sind scharf abgegrenzte, dichte Wolken mit Huegel- bzw. Kuppel-foermigem Ausbuchtungen nach oben. Der untere Rand dieser Schoenwetterwolken verlaeuft meist horizontal und ist relativ dunkel, waehrend die Cumuli an ihren oberen, von der Sonne beschienenen Teilen strahlend weiss erscheinen. Es gibt abgeflachte Varianten mit geringer vertikaler Ausdehnung und kleinen Aufquellungen nach oben, aber auch maechtige Formen mit groesserer vertikaler Ausdehnung, bei denen die Cumuli wie gigantische Blumenkohl-Koepfe aussehen. Diese Wolken ragen mitunter weit in das mittelhohe Wolkenstockwerk hinein.

Wissenswertes: Die Cumulus-Wolke besteht vor allem aus Wassertroepfchen; nur wenn die Temperatur unter 0 Grad liegt, sind auch Eiskristalle enthalten. Cumuli entstehen aus Konvektion: Dabei steigt die erwaermte Luft vom Boden auf und beginnt zu kondensieren. Die Ebene, in der die Kondensation einsetzt, entspricht der horizontal verlaufenden unteren Begrenzung der Cumulus-Wolke. Diese Ebene wird als Kondensationsniveau bezeichnet.

Wetterfolgen: Die klassischen flachen Schaefchenwolken lassen schoenes Bilderbuch-Wetter erwarten, waehrend hoch wachsende Cumuli die Vorzeichen von schweren Unwettern sein koennen. Man muss also genau beobachten, ob sich die Cumulus-Wolken nach oben ausdehnen. Tun sie es nicht, so bleibt es beim schoenen Wetter, tuermen sie sich jedoch auf, sollte man die weitere Entwicklung sehr genau beobachten. Bei den Cumuli ist also alles geboten, Naeheres bei den einzelnen Wolkenarten.

Cumulus humilis

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch cumulus = Haufen und humilis = niedrig, Abk. Cu hum. Man nennt die Cumulus humilis-Wolken auch "Schoenwetterwolken".

Beschreibung: Dies sind die klassischen Bilderbuch-Wolken, die wie Wattebaeusche vereinzelt den blauen Himmel ueberziehen. Sie entstehen am Vormittag und wachsen bis zum Mittag an. Am Nachmittag nehmen sie ab, am Abend sind sie verschwunden. Ihre runde Oberseite mit Blumenkohlstrukturen leuchtet weiss, waehrend die horizontal abgegrenzte waagrechte Unterseite etwas dunkler erscheint. Man erkennt die Cumulus humilis-Wolke daran, dass sie wesentlich flacher ist als sie breit ist.

Wissenswertes: Eine Cumulus humilis-Wolke ist weniger als 1000 Meter hoch. Gelegentlich bilden sich in Windrichtung langgezogene Reihen von Cumulus humilis-Wolken.

Wetterfolgen: Cumulus humilis-Wolken liefern einen Hinweis auf anhaltend schoenes Wetter.

Cumulus mediocris

Bezeichnung und Abkuerzung:Von Lateinisch cumulus = Haufen und mediocris = mittelmaessig, Abk. Cu med.

Beschreibung: Bei Cumulus mediocris leuchtet die aufquellende Oberseite mit Blumenkohlstrukturen weiss waehrend die horizontal abgegrenzte waagrechte Unterseite dunkler erscheint. Man erkennt die Cumulus mediocris-Wolke daran, dass sie ungefaehr ebenso hoch ist wie sie breit ist.

Wissenswertes: Eine Cumulus mediocris-Wolke ist zwischen einem und zwei Kilometern hoch. Oft bilden die Cumulus mediocris-Wolken einen Uebergang zwischen der Cumulus humilis und der Cumulus congestus-Wolke.

Wetterfolgen: Meist entstehen die Cumulus mediocris-Wolken erst am Nachmittag. Falls sie sich jedoch bereits am Vormittag bilden, steigt die Wahrscheinlichkeit von Waermegewittern an Nachmittag oder Abend.

Cumulus congestus

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch cumulus = Haufen und congestus = angehaeuft, Abk. Cu con.

Beschreibung: Diese Wolke weist die typischen Charakteristika einer Cumulus-Wolke auf: Scharf abgegrenzte Blumenkohlstrukturen an ihrem oberen, strahlend weissen Rand und eine dunkle horizontal verlaufende Unterseite. Oft erkennt man die nach oben aufquellenden Bewegungen der Cumulus congestus-Wolken. Eigentlich gehoert diese Wolkenart nicht mehr zu den tiefen Wolken, sondern zu denen mit grosser vertikaler Ausdehnung, denn der maechtige Cumulus congestus kann sich = wie ein gigantisches Wolkengebirge = mehrere Kilometer hoch auftuermen. Die Cumulus congestus-Wolke ist daran zu erkennen, dass sie hoeher erscheint als breit.

Wissenswertes: Eine Cumulus congestus-Wolke ist die Folge starker Konvektion, also des Aufsteigens von warmer Luft. Wenn es im oberen Teil der Wolke zu Eisbildung kommt, entwickelt sich daraus ein Cumulonimbus, die typische Sommergewitter-Wolke.

Wetterfolgen: Die Cumulus congestus-Wolke ist meist ein Vorbote einer Wetterverschlechterung in den naechsten Stunden mit Schauern und Gewittern sowie starken Boeen.

Cumulus fractus

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch cumulus = Haufen und fractus = zerrissen, Abk. Cu fra.

Beschreibung: Cumulus fractus-Wolken wirken wie zerrissene Wattebaeuschen mit zerfetzten Raendern. Sie sind in starker Bewegung und aendern laufend ihre Form.

Wissenswertes: Cumulus fractus-Wolken entstehen meist bei staerkerem Wind, der die Cumulus-Wolken auseinander reisst.

Wetterfolgen: Der starke Wind verhindert die Entwicklung von Schauern oder Gewittern.

Stratocumulus
Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch stratus = Schicht und cumulus = Haufen, Abk. Sc. Man nennt die Stratocumulus-Wolken auch "Haufenschichtwolken".

Beschreibung: Stratocumulus-Wolken haben das Aussehen von grauen oder weissen Flecken, die wie ein Mosaik aus Schuppen, Ballen oder Walzen ineinander wachsen. Meist sind dunkle Stellen erkennbar. Stratocumulus-Wolken gehoeren zu den am haeufigsten sichtbaren Wolken. Die unterscheidbaren Teile der Wolken haben eine Breite von zwischen einem und fuenf Grad. Dies kann man abschaetzen, wenn man mit bei ausgestrecktem Arm mit maximal drei Fingern die Wolke abdecken kann (drei Finger entsprechen etwa fuenf Grad).

Wissenswertes: Stratocumulus-Wolken bestehen vor allem aus Wassertroepfchen, seltener auch aus Regentropfen oder Schneekristallen.

Wetterfolgen: Wenn sich die Wolkenluecken erweitern, ist eine Wetterbesserung zu erwarten. Es bleibt niederschlagsfrei. Wenn die Luecken sich jedoch schliessen, sollte man sich Niederschlaege einstellen. Dies gilt vor allem, wenn der Stratocumulus mit Wellenmustern auftritt. Dann ist er meist die Vorhut einer Front, die Wolkendecke wird sich vermutlich bald schliessen.

Stratocumulus stratiformis

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch stratus = Schicht und cumulus = Haufen und stratiformis = schichtfoermig, Abk. Sc str.

Beschreibung: Diese Wolken sind an ihren grossen horizontalen Feldern oder Streifen zu erkennen. Stellenweise sieht man das Blau des Himmels. Im Gegensatz zu Cumulus-Wolken weist diese Wolkenart an ihrem oberen Rand keine Blumenkohlstruktur und an ihrem unteren Rand keine scharf abgegrenzte dunkle Schicht auf, sondern gleicht eher nebelartigen Haufen ohne scharfe Kontur.

Wissenswertes: Wenn diese Wolken wellenartig angeordnet sind, tragen sie die Zusatzbezeichnung undulatus und sind ein Zeichen fuer aufgleitende warme Luft sowie fuer bevorstehende Wetterverschlechterung.

Wetterfolgen: Aus Stratocumulus-Wolken faellt oft Nieselregen oder Schnee. Wenn sich die Wolkenluecken verdichten, ist dies ein Hinweis auf bevorstehende Wetterverschlechterung.

Stratocumulus lenticularis

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch stratus = Schicht und cumulus = Haufen und lenticularis = linsenfoermig, Abk. Sc len.

Beschreibung: Diese Stratocumulus-Wolken sind an ihrer langgezogenen, linsen- oder mandelfoermigen Auspraegung gut zu erkennen. Die Umrisse der Stratocumulus lenticularis-Wolken sind recht deutlich ausgepraegt.

Wissenswertes: Oft entstehen diese Formen auf der Leeseite (windabgewandten Seite) von Gebirgen.

Wetterfolgen: Diese Wolkenform kuendigt oft Foehn und somit voruebergehend waermeres Wetter an.

Stratocumulus castellanus

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch stratus = Schicht und cumulus = Haufen und castellanus = zinnenfoermig, Abk. Sc cas.

Beschreibung: Diese Stratocumulus-Wolken sind an ihren zinnenfoermigen Aufquellungen im oberen Bereich zu erkennen. Wie Tuermchen quellen die Ausbuchtungen aus einer gemeinsamen Wolkenbasis noch oben heraus.

Wissenswertes: Die castellanus-Form wird besonders deutlich, wenn man das Wolkenband von der Seite beobachtet.

Wetterfolgen: Generell sind alle Castellanus-Wolken Vorboten fuer eine Wetterverschlechterung und Gewitterneigung, da sie einen Hinweis auf zunehmende Labilitaet in hoeheren Luftschichten bei gleichzeitiger Zunahme der Luftfeuchtigkeit liefern.

Stratus

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch stratus = Schicht, Abk. St. Man nennt die Stratus-Wolken auch "Schichtwolken".

Beschreibung: Stratus-Wolken zeigen sich als eine nebelartige, einfoermige Schicht. Ihr strukturloses Grau wirkt trist und langweilig. Oft ist die klar abgegrenzte Untergrenze der Stratus-Wolken so tief, dass sie Huegel oder auch hohe Gebaeude in Nebel huellt. Die Umrisse der Sonne sind erkennbar. Beim Nimbostratus hingegen ist die Untergrenze nicht so klar abgegrenzt, die Sonne ist unsichtbar, die Niederschlaege fallen schauerartig.

Wissenswertes: Die Stratus-Wolke besteht vor allem aus Wassertroepfchen; nur wenn die Temperatur unter 0 Grad liegt, sind auch Eiskristalle enthalten.

Wetterfolgen: Im Winter liefert Stratus oft einen Hinweis auf ruhiges (aber tristes) Hochdruckwetter. Unter Umstaenden faellt schwacher Niederschlag in Form von Niesel bzw. Schneegriesel. Im Sommer hingegen zeigt er feuchtwarme Luftmassen an und somit die Neigung zur Gewitterbildung.

Stratus nebulosus

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch stratus = Schicht und nebulosus = nebelig, Abk. St neb.

Beschreibung: Stratus nebulosus-Wolken zeigen sich vor allem im Herbst und Winter als strukturloser grauer Hochnebel. Falls die Sonne sichtbar ist, erkennt man sie als Scheibe mit klaren Konturen in der einfoermigem Wolkenmasse. Bei sehr niedrigen Temperaturen koennen gelegentlich Halos auftreten (dies sind mehrfarbige Baender und Ringe).

Wissenswertes: Die Stratus nebulosus-Wolke entsteht meist, wenn die unteren Luftschichten feucht und kuehl sind, aber auch durch Verdunstung nach starken Niederschlaegen. Sie kann auch aus einer absinkenden Stratocumulus-Wolke entstehen.

Wetterfolgen: Bei grosser Dichte kann aus der Stratus-Wolke feiner Nieselregen bzw. Schneegriesel fallen.

Stratus fractus

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch stratus = Schicht und fractus = zerrissen, Abk. St fra.

Beschreibung: Bei dieser Wolkenart zeigen sich mehrere Nebelschichten oder -fetzen von unterschiedlicher Groesse und Helligkeit. Meist sind sie in Bewegung und aendern rasch ihr Aussehen und Form.

Wissenswertes: Die Stratus fractus-Wolke entsteht meist, wenn die unteren Luftschichten feucht und kuehl sind, aber auch durch Verdunstung nach starken Niederschlaegen.

Wetterfolgen: Man spricht auch von "Schlechtwetterfetzen". Diese bringen bald einsetzenden, anhaltenden Niederschlag.

Mittelhohe Wolken:


Hoehen: In gemaessigten Zonen befindet sich die Wolkenfamilie der mittelhohen Wolken in 2 bis 7 Kilometern Hoehe, in den Polarregionen in der Schicht von 2 bis 4 Kilometern und in Aequatornaehe zwischen 2 und 8 Kilometern. Zu dieser Wolkenfamilie zaehlen die Altocumulus- sowie die Astrostratus-Wolken. Die Bezeichnungen von beiden Wolkengattungen dieses Wolkenstockwerks beginnen mit Alto, von Lateinisch altus = hoch.

Bestandteile: Wolken in der mittelhohen Schicht koennen sowohl aus Eiskristallen als auch aus Wassertroepfchen bestehen.

Wissenswertes: Mittelhohe Wolken sind wesentlich dichter und kompakter als die hohen Wolken und bilden daher Eigenschatten. Oft weisen sie wellenfoermige Strukturen auf, die eine Folge von Aufgleitvorgaengen sind. Hierunter ist das Aufgleiten von Warmluft auf darunterliegende kalte Luftschichten zu verstehen. Dieses fuehrt meist zu Regen und Wetterverschlechterung.

Wolkengattungen: Innerhalb dieses Wolkenstockwerks unterscheidet man zwei Wolkengattungen:
- Altrocumulus
- Altrostratus
Altrocumulus

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch altus = hoch und cumulus = Haufen Abk. Ac. Man nennt die Altocumulus-Wolken auch "Grosse Schaefchenwolken".

Beschreibung: Altocumulus-Wolken erscheinen als weisse und graue Felder, Schichten oder Flecken von Wolken. Diese setzen sich aus Schuppen, Ballen oder Walzen-Formen zusammen, die teilweise miteinander verbunden sind, aber auch aus faserigen, diffusen Elementen bestehen. Diese Wolken bilden einen Eigenschatten (im Gegensatz zu Cirrocumuli). Ausserdem sind Altocumuli groesser als Cirrocumuli: bei ausgestrecktem Arm sind sie bis zu drei Finger breit. Wenn sie noch groesser erscheinen, handelt es sich um Stratocumuli.

Wissenswertes: Die Altocumulus-Wolke besteht aus unterkuehlten Wassertroepfchen, nur bei grosser Kaelte auch aus Eiskristallen. Es kommt nur selten zu Halobildung (dies sind mehrfarbige Baender und Ringe).

Wetterfolgen: Oft sieht man Altocumuli nach dem Durchzug von Regengebieten, wenn die kompakte, mittelhohe Wolkendecke, aus der Niederschlag fiel, sich aufloest. Das bedeutet aber nicht, dass diese Wolken unbedingt schoenes Wetter ankuendigen. Denn sie koennen auch die Vorderseite einer heranziehenden Front darstellen. Wenn sich dann weiter verdichten, muss man mit Niederschlaegen und/oder Gewittern in den naechsten 24 Stunden rechnen. Naeheres zu den Wetterfolgen bei den einzelnen Altocumulus-Arten.

Altocumulus stratiformis

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch altus = hoch und cumulus = Haufen und = stratiformis = schichtfoermig, Abk. Ac str.

Beschreibung: Bei dieser Altocumulus-Art sind langgezogene horizontale Felder und Schichten zu beobachten, sehr haeufig mit wellenartigem Aussehen und kleinen "leeren" Zwischenraeumen.

Wissenswertes: Diese Wolken sind von denen des oberen Wolkenstockwerks oft nur schwer zu unterscheiden. Erkennen kann man sie allerdings an ihrem Eigenschatten = im Gegensatz zu den Wolken des oberen Bereichs, die keinen Schatten werfen.

Wetterfolgen: Falls es nicht zur Verdichtung dieser Wolken kommt, bleibt die Wetterlage voraussichtlich stabil und niederschlagsfrei. Falls aber der Altocumulus als dichte Wolkenwand (oft mit Wellenformen) heranzieht und der Luftdruck gleichzeitig abnimmt, ist eine Kaltfront mit Niederschlaegen zu erwarten.

Altocumulus lenticularis

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch altus = hoch und cumulus = Haufen und = lenticularis = linsenfoermig, Abk. Ac len.

Beschreibung: Bei dieser Altocumulus-Art sind langgezogene linsen- oder mandelfoermige Felder und Schichten zu beobachten, die durch ihre scharf abgegrenzten Umrisse auffallen. Ihre Unterseite ist oft dunkel, waehrend die Wolke oben hell ist. Ihre Form erinnert an Ufos, und fuer solche sind sie von besorgten Mitmenschen auch schon oft gehalten worden. Diese Wolken scheinen still zu stehen.

Wissenswertes: Wolken dieser Art bilden sich oft im Lee (also auf der windabgewandten Seite) von Gebirgen. Es handelt sich um typische Foehnwolken.

Wetterfolgen: Falls sich diese Bewoelkung verdichtet, ist mit baldigem Foehnzusammenbruch zu rechnen, eine Kaltfront naehert sich.

Altocumulus castellanus

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch altus = hoch und cumulus = Haufen und = castellanus = zinnenfoermig, Abk. Ac cas.

Beschreibung: Typisch fuer diese Wolkenart sind die Tuermchen-artigen Aufquellungen im oberen Bereich. Altocumulus castellanus-Wolken sind haufig in einer oder mehreren Reihen angeordnet. Die Tuermchen erinnern an Zinnen wie bei einer Burgmauer, daher der Name „castellanus“.

Wissenswertes: Diese aufquellenden, Tuermchen-artigen Wolken sind ein Hinweis auf das Einsickern kalter Luft in hoeheren Schichten.

Wetterfolgen: Wenn sich morgens Altocumulus castellanus-Wolken bilden, ist im Laufe des Nachmittags, spaetestens jedoch am Abend, mit ziemlicher Sicherheit ein Gewitter zu erwarten. Dies gilt selbst, falls die Castellanus-Wolken zwischenzeitlich vollstaendigt verschwunden sein sollten.

Altocumulus floccus

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch altus = hoch und cumulus = Haufen und = floccus = Flocke, Abk. Ac flo, auch "Schaefchenwolken" genannt.

Beschreibung: Diese im Volksmund "Schaefchenwolken" genannten Wolkengebilde erscheinen wie weisse Baelle, Burschel oder Flocken, deren Unterteile zerfranst wirken.

Wissenswertes: Vor allem, wenn die Schaefchenwolken in Wellenform auftreten, liefern sie einen Hinweis auf das Aufgleiten warmer Luft auf kalte Luftmassen.

Wetterfolgen: In den meisten Faellen ist nach dem Auftreten von Altocumulus floccus-Wolken mit Gewittern und Niederschlaegen in den naechsten 24 Stunden zu rechnen.

Altostratus

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch altus = hoch und stratus = Schicht, Abk. As. Man nennt die Altostratus-Wolken auch "Mittelhohe Schichtwolken."

Beschreibung: Altostratus-Wolken erscheinen als mittelhohe, graue und blaeuliche Wolkenschichten bzw. -felder (im Gegensatz zu den leuchtend weissen Cirrostratus-Wolken und zu den dunkelgrauen Nimbostratus-Schichten). Oft bedecken sie grosse Teile des Himmels und weisen ein streifiges, faseriges Aussehen auf. An den dichten Stellen lassen sie das Sonnenlicht nicht durchscheinen, waehrend an den duenneren Stellen die Sonne wie durch eine Milchglasscheibe hindurchschimmert. Altostratus-Wolken weisen eine grossee horizontale Ausdehnung auf und kommen oft in mehreren uebereinander liegenden Schichten vor.

Wissenswertes: Die Altostratus-Wolke besteht aus Eiskristallen, Wassertroepfchen oder Schnee. Es gibt keine Halobildung (dies sind mehrfarbige Baender und Ringe).

Wetterfolgen: Altostratus-Wolken sind ein Hinweis auf bevorstehende Niederschlaege. Es gibt eine Faustformel, nach der man abschaetzen kann, wann diese eintreten: Wenn die Sonne nur wenig getruebt ist und mit scharfem Rand durch die Wolken sichtbar ist, dauert es etwa 8 bis 9 Stunden bis zum Regen. Wenn die Sonne nur noch als heller diffuser Fleck sichtbar ist, regnet es in etwa 6 Stunden. Wenn sie ganz verschwunden ist, dauert es maximal 3 Stunden.

Altostratus opacus

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch altus = hoch und stratus = Schicht und opacus = undurchsichtig, Abk. As op.

Beschreibung: Bei dieser Altostratus-Art findet man ausgedehnte, oft mehrere hundert Kilometer lange Felder und Schichten, die kein Sonnen- oder Mondlicht hindurch lassen. Die Wolke erscheint weitgehend strukturlos und einheitlich grau oder blaugrau gefaerbt.

Wissenswertes: Altostratus opacus-Wolken sind ein sicherer Hinweis auf Aufgleitvorgaenge, bei denen sich warme Luft auf karltere Luftmassen schiebt.

Wetterfolgen: Altostratus opacus-Wolken sind ein eindeutiges Zeichen fuer direkt bevorstehenden anhaltenden Niederschlag in Form von Regen, Hagel oder Schnee.

Altostratus translucidus

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch altus = hoch und stratus = Schicht und translucidus = durchscheinend, Abk. As tr.

Beschreibung: Bei dieser Altostratus-Art handelt es sich um einfoermige graue bzw. blaugraue Felder und Schichten vor grosser horizontaler Ausdehnung. Diese Wolkenmassen lassen Sonnen- bzw. Mondlicht hindurchschimmern, so dass man die Position der Himmelskoerper als hellere Flecken erkennen kann.

Wissenswertes: Der ausgefranste Rand des Lichtflecks ist ein Beleg fuer die in der Wolke enthaltenen Eiskristalle. Hingegen erscheint die Sonne durch eine aus Wassertropfen aufgebaute Wolke stets scharf abgegrenzt.

Wetterfolgen: Altostratus translucidus-Wolken sind = vor allem, wenn das Licht der durchscheinenden Sonne abnimmt = ein Zeichen fuer direkt bevorstehenden Niederschlag in Form von Regen, Hagel oder Schnee.

Hohe Wolken

Hoehen: Diese im Volksmund auch „Federwolken“ genannte Wolkenfamilie der hohen Wolken befindet sich in den gemaessigten Zonen in 5 bis 13 Kilometern Hoehe. In den Polarregionen beginnt das entsprechende Wolkenstockwerk bei 3 Kilometern und reicht bis 8 Kilometer Hoehe, waehrend die Ausdehnung in tropischen Zonen von 6 bis 18 Kilometern reicht. Die obere Begrenzung dieses Wolkenstockwerks bildet die Tropopause, das ist die Grenzschicht der Atmospharre. Alle Bezeichnungen der zu dieser Wolkenfamilie zaehlenden Wolken beginnen mit der Vorsilbe Cirr von Lateinisch cirrus = Feder.

Bestandteile: Wolken in dieser Hoehe bestehen ausschliesslich aus Eiskristallen und sind weiss gefaerbt.

Wissenswertes: Hohe Wolken sind = vor allem wenn sie sich verdichten = meist ein Vorbote von Wetterverschlechterung.

Wolkengattungen: Innerhalb dieser Wolkenfamilie unterscheidet man drei Wolkengattungen:
- Cirrus
- Cirrocumulus
- Cirrostratus

Cirrus

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch cirrus = Haarlocke, Abk. Ci. Man nennt die Cirrus-Wolken auch "Federwolken".

Beschreibung: Cirrus-Wolken sehen wie Federn, Flecken, Faeden, schmale Baender oder wie Haare aus, die vom Wind zerzaust sind. Diese Wolken sind sehr duenn und fein und meistens durchsichtig. Sie wirken wie ein "Wolkenhauch" mit seidigem Glanz. Oft bricht sich das Sonnenlicht an den Eiskristallen, es entstehen sogenannten Halos (dies sind mehrfarbige Baender und Ringe).

Wissenswertes: Die Cirrus-Wolke gehoert zu den hoechsten Wolken und besteht ausschliesslich aus Eiskristallen. Normalerweise betragen die Temperaturen in ihrer Hoehe mindestens -40 Grad Celsius. Kondensstreifen von Flugzeugen nehmen oft die Form von Cirrus-Wolken an, bzw. Cirrus-Wolken koennen auch die Folge von Kondensstreifen sein.

Wetterfolgen: Bei Cirrus-Wolken muss man sehr genau beobachten, wie die weitere Entwicklung verlauuft. Es gibt da einen Spruch: "Bei Cirren und Frauen kann man sich irren", denn sie muessen nicht zwangslaeufig schlechtes Wetter nach sich ziehen. Eine grosse Dichte von Cirrus-Wolken weist allerdings auf eine sich naehernde Front oder auf Labilitaet in hoeheren Schichten hin, und das bedeutet in der Regel Wetterverschlechterung in den naechsten Stunden, oft auch sturrmische Verharltnisse. Cirrus-Wolken kornnen aber auch die Ueberreste eines Gewitters darstellen. Gelegentlich loesen sie sich langsam auf und werden immer duenner, und dann kann das Regenzeug wieder weggepackt werden.

Cirrus fibratus

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch cirrus = Haarlocke und fibratus = faserig, Abk. Ci fib.

Beschreibung: Duenne gerade Fasern, von unterschiedlich langer Ausdehnung (kurze und lange Fasern). Meist aendern sie wegen der grossen Hoehe ihr Aussehen nur langsam.

Wissenswertes: Die am haeufigsten auftretende Form der Cirrus-Wolken. Wenn sich die Cirrus fibratus-Wolken zu langen parallelen Baendern anordnen, spricht man von "Polarbanden", oft ein Vorzeichen von Sturm.

Wetterfolgen: Schoenwetterlage, kein Niederschlag, im weiteren Tagesverlauf sind Waermegewitter moeglich. Bei Polarbanden: Wetterverschlechterung und Sturm moeglich.

Cirrus uncinus

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch cirrus = Haarlocke und uncinus = hakenfoermig, Abk. Ci unc.

Beschreibung: Typisch ist die Haken- oder Kommaform des Cirrus uncinus. Langgezogene Formen deuten auf hohe Windgeschwindigkeiten hin.

Wissenswertes: Sie treten oft beim Uebergang von einem Zwischenhoch zu einem Tiefdruckgebiet auf. Johann Wolfgang von Goethe hat den Cirren ein Gedicht gewidmet: Doch immer hoeher steigt der edle Drang!/ Erloesung ist ein himmlisch leichter Zwang/Ein Aufgehaeuftes, flockig loest"s sich auf/Wie Schaeflein trippelnd, leicht gekaemmt zu Hauf./So fliesst zuletzt, was unten leicht entstand/ Dem Vater oben still in Schoss und Hand.

Wetterfolgen: Schoenwetterlage, kein Niederschlag. Bei Verdichtung der Cirrus uncinus-Wolken und Uebergang in zusammenhaengende Wolkenschichten ist mit Wetterverschlechterung zu rechnen.

Cirrus spissatus

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch cirrus = Haarlocke und spissatus = verdichtet, Abk. Ci spi.

Beschreibung: Im Gegensatz zu den uebrigen Cirrus-Varianten weisen die Cirrus spissatus-Wolken auch leichte Grautoenungen auf und wirken dichter. Dennoch scheint die Sonne hindurch, und der Schattenwurf von GegenstÀnden auf der Erde bleibt erhalten.

Wissenswertes: Diese Wolken sind schleierfoermig, haeufig stellen sie einen Uebergang zu Cirrostratus-Formen dar.

Wetterfolgen: Wenn die Verdichtung fortschreitet, ist dies ein Hinweis auf Wetterverschlechterung, oft mit nachfolgendem Regen oder Schneefall.

Cirrus castellanus

Bezeichnung und Abuerzung: Von Lateinisch cirrus = Haarlocke und castellanus = zinnenfoermig, Abk. Ci cas.

Beschreibung: Cirrus-Baender, aus denen nach oben zinnenfoermige Wolkentuermchen herausquellen, die an die Zinnen einer Burgmauer erinnern.

Wissenswertes: Wie alle Cirrus-Wolken ist auch die Cirrus castellanus eine Wolke in grosser Hoehe. Grundsaetzlich liefern Castellanus-Wolken einen Hinweis auf instabile Schichtungen bei zunehmender Luftfeuchte und sind Vorboten von Gewittern.

Wetterfolgen: Wenn sich die Cirrus castellanus-Wolken aus dem Suedwesten naehern (gilt furr Europa; die Hauptwindrichtung in anderen Weltregionen ist unter Andere Wetterzeichen, Stichpunkt "Wind" nachzusehen), bedeutet dies Wetterverschlechterung innerhalb der naechsten 24 bis 48 Stunden.

Cirrus radiatus

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch cirrus = Haarlocke und radiatus = strahlenfoermig, Abk. Ci ra.

Beschreibung: Cirrus-Baender, die in Richtung Horizont scheinbar strahlenfoermig zusammenlaufen.

Wissenswertes: Die faecherartig zusammenlaufenden Strahlen verlaufen in Wirklichkeit parallel. Die strahlenfoermige Wirkung entsteht nur durch die Perspektive des Betrachters vom Boden aus. Wenn sich die Cirrus radiatus-Wolken zu langen parallelen Baendern anordnen, spricht man von "Polarbanden", oft ein Vorzeichen von Sturm.

Wetterfolgen: Schoenwetterlage, kein Niederschlag. Bei Polarbanden: Wetterverschlechterung und Sturm in 18 bis 36 Stunden moeglich.

Cirrus vertebratus

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch cirrus = Haarlocke und vertebratus = skelettartig, Abk. Ci ve.

Beschreibung: Diese Cirrus-Variante erinnert an ein Skelett bzw. eine Wirbelsaeule einer Schlange oder eines Fisches.

Wissenswertes: Im Volksmund werden diese Wolken auch als "Wirbelcirren" bezeichnet.

Wetterfolgen: Schoenwetterlage, kein Niederschlag. Bei Verdichtung der Cirrus vertebratus-Wolken und Uebergang in zusammenhaengende Wolkenschichten ist mit Wetterverschlechterung zu rechnen.

Cirrus floccus

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch cirrus = Haarlocke und floccus = flockenfoermig, Abk. Ci flo.

Beschreibung: Diese Cirrus-Variante ist nicht langgezogen, sondern erinnert an weisse Wollknaeuel oder gigantische Schneeflocken am Himmel.

Wissenswertes: Oft sind diese Wolken mit feinen Fallstreifen (genannt "virga") verbunden. Diese zeigen herausfallende Eiskristalle, die freilich nicht als Niederschlag den Boden erreichen, sondern vorher verdunsten.

Wetterfolgen: Schoenwetterlage, kein Niederschlag. Bei Verdichtung der Cirrus floccus-Wolken und Uebergang in zusammenharngende Wolkenschichten ist mit Wetterverschlechterung zu rechnen.

Cirrocumulus

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch cirrus = Haarlocke und cumulus = Haufen, Abk. Cc. Man nennt die Cirrocumulus-Wolken auch "Kleine Schaefchenwolken".

Beschreibung: Cirrocumulus-Wolken zeigen sich als weisse, geflockte Flecken, Felder oder Schichten, die mehr oder weniger gleichmaessig angeordnet sind. Die isolierten oder miteinander verwobenen Formen sind klein, koernig oder gerippt und treten in Wolkenfeldern auf, die oft in einem oder zwei Wellensystemen angeordnet sind. Derartige Cumulus-Felder weisen oft kleine Luecken mit ausgefransten Raendern auf. Oft werden sie von Halos begleitet (dies sind mehrfarbige Baender und Ringe). Die Cirrocumulus-Wolken bilden keinen Eigenschatten (im Gegensatz zum Altocumulus).

Wissenswertes: Die Cirrocumulus-Wolken bestehen ausschliesslich aus Eiskristallen, selten koennen auch stark unterkuehlte Wassertropfen vorhanden sein, die sich jedoch schnell in Eiskristalle umbilden. Die einzelnen Wolkenteile haben meist weniger als 1 Grad Breite (dies entspricht in etwa der Staerke des kleinen Fingers bei ausgestrecktem Arm). Cirrus- bzw. Cirrostratus-Formen sind hingegen groesser.

Wetterfolgen: Sich verdichtende Cirrocumulus-Wolken, die in großen Flaechen auftreten, sind ein Hinweis auf bevorstehende labile Wetterverhaeltnisse, auf schlechtes Wetter. Manchmal verschwinden die Cirrocumuli auch wieder, man sollte aber weiter das Wettergeschehen genau beobachten, um keine Ueberraschungen zu erleben.

Cirrocumulus stratiformis

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch cirrus = Haarlocke und cumulus = Haufen und stratiformis = schichtartig, Abk. Cc str.

Beschreibung: Weitlaeufige horizontale Felder oder Schichten.

Wissenswertes: Die Wolkenerscheinung tritt haeufig in Verbindung mit Cirrus-Wolken auf. Dies ermoeglicht die Unterscheidung gegenueber den Altocumulus-Wolken des mittleren Wolken-Stockwerks.

Wetterfolgen: Im Sommer ist die Wolke oft ein Vorbote fuer Gewitter am Nachmittag oder Abend.

Cirrocumulus lenticularis

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch cirrus = Haarlocke und cumulus = Haufen und lenticularis = linsenfoermig, Abk. Cc len, wird auch als "Foehnfisch" bezeichnet.

Beschreibung: Haeufig langgestreckte Wolken in Form von Linsen oder Mandeln. Die Umrisse dieser Wolken sind deutlich und scharf konturiert. Oft wurden diese aussergewoehnlichen Formen schon fuer Ufos gehalten.

Wissenswertes: Diese Wolkenerscheinung findet sich oft in Gebirgsnaehe, und zwar auf der windabgewandten Seite.

Wetterfolgen: Kein Niederschlag, Schoenwetter-Wolke.

Cirrocumulus floccus

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch cirrus = Haarlocke und cumulus = Haufen und floccus = Flocke, Abk. Cc flo.

Beschreibung: Hierbei sieht jede Wolke wie ein haufenfoermiger Wattebausch aus, der mehr oder weniger ausgefranst ist.

Wissenswertes: Oft harngen aus diesen im Volksmund „Hohe Schaefchenwolken“ genannten Wolkenerscheinungen vertikale Streifen oder Faeden heraus, die aus Eiskristallen bestehen. Dieses Pharnomen nennt man "Virga" (Lateinisch = Zweig). Die hierbei fallenden Niederschlaege erreichen den Boden nicht, sondern verdunsten in der Hoehe.

Wetterfolgen: Wenn diese Wolke gemeinsam mit der Cirrostratus-Wolke auftritt, ist sie ein Vorbote beginnender Wetterverschlechterung.

Cirrostratus

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch cirrus = Haarlocke und stratus = Schicht, Abk. Cs. Man nennt die Cirrostratus-Wolken auch "Hohe Schleierwolken".

Beschreibung: Cirrostratus-Wolken stellen sich als ein hoher, milchiger Wolkenschleier dar, der wie ein aus vielen feinen Fasern bestehender Nebel wirkt und grosse Teile des Himmels bedeckt. Oft wird der Cirrostratus von Halos begleitet (dies sind mehrfarbige Baender und Ringe). Die Sonne ist durch die Bewoelkung zu erkennen, daher findet auch Schattenbildung am Boden statt.

Wissenswertes: Cirrostratus-Wolken bestehen aus winzigen Eiskristallen und fuehren keinen Niederschlag mit sich. Sie bilden sich, wenn grosse Luftschichten allmaehlich angehoben werden.

Wetterfolgen: Grossflaechige Cirrostratus-Wolken, die oft auch in Altostratus-Wolken urbergehen (mittleres Wolkenstockwerk), sind ein Hinweis auf eine sich naehernde Warmfront und Niederschlaege in den naechsten 12 bis 24 Stunden; dies gilt vor allem fuer Cirrostratus nebulosus. Cirrostratus-Wolken koennen aber auch stundenlang unbewegt am Himmel erscheinen, bevor sie sich aufloesen ohne Niederschlaege verursacht zu haben.

Cirrostratus fibratus

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch cirrus = Haarlocke und stratus = Schicht und fibratus = faserig, Abk. Cs fib.

Beschreibung: Bei Cirrostratus fibratus-Wolken sind im nebelartigen Schleier duenne Fasern und Streifen auszumachen, die den schleierfoermigen Nebel durchziehen. Die Fibratus-Streifen sind vor allem im Bereich der durchscheinenden Sonne gut zu erkennen. Halos bilden sich durch die Brechung des Sonnenlichts an den feinen Eiskristallen.

Wissenswertes: Diese Wolken entstehen, wenn Warmluftschichten auf kalte Luftschichten aufgleiten.

Wetterfolgen: Bei fallendem Luftdruck bedeuten Cirrostratus fibratus-Wolken mit Sicherheit eine Wetterverschlechterung. Je nach Geschwindigkeit der Front wird Regen bzw. Schnee mit Windzunahme in 8 bis 24 Stunden erfolgen.

Cirrostratus nebulosus

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch cirrus = Haarlocke und stratus = Schicht und nebulosus = nebelig, Abk. Cs neb.

Beschreibung: Ein einfoermiger und nebelartiger Schleier, der allerdings oft nur sehr schwer zu entdecken ist. Denn er faellt mitunter so duenn aus, dass er die Himmelsfarbe nur etwas blasser wirken laesst. Oft kommt es zu Halo-Bildung (dies sind mehrfarbige Baender und Ringe), gelegentlich mit sog. Nebensonnen, das sind helle Lichtflecke am Halo-Ring neben, urber oder unter Seiten der Sonne. In vielen Faellen nimmt die Verschleierung stetig zu, die Sonne verschwindet dann langsam.

Wissenswertes: Frueher wurde der Cirrostratus nebulosus als Unheilskuender betrachtet.

Wetterfolgen: Diese Wolke ist ein sicheres Zeichen fuer eine bevorstehende Wetterverschlechterung in den naechsten 12 bis 18 Stunden.

Cirrostratus undulatus

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch cirrus = Haarlocke und stratus = Schicht und undulatus = wellenfoermig, Abk. Cs un.

Beschreibung: Bei Cirrostratus undulatus-Wolken sind im nebelartigen Schleier Wellen- und Wogenformen auszumachen, die den schleierfoermigen Nebel durchziehen. Auch hier kommt es zu Halos (dies sind mehrfarbige Baender und Ringe).

Wissenswertes: Diese Wolken entstehen, wenn Warmluftschichten auf kalte Luftschichten aufgleiten.

Wetterfolgen: Bei fallendem Luftdruck bedeuten Cirrostratus undulatus-Wolken mit Sicherheit eine Wetterverschlechterung. Je nach Geschwindigkeit der Front wird Regen bzw. Schnee mit Windzunahme in 8 bis 24 Stunden erfolgen.

Wolken in mehreren Hoehen

Hoehen: Man nennt diese Wolkenfamilie auch "stockwerkuebergreifende Wolken" oder "Wolken mit grosser vertikaler Ausdehnung". Eigentlich gehoeren hierzu auch die Cumulus congestus-Wolken, die aber bereits bei den Cumulus-Wolken beschrieben sind (also bei den tiefen Wolken). Daher werden in dieser stockwerkuebergreifenden Wolkenfamilie die Regenwolken Nimbostratus und Cumulonimbus eingeordnet. Ihre vertikale Ausdehnung kann enorm sein, unter Umstaenden reichen diese Wolkengebirge bis an die Tropopause, die Grenzschicht der Erdatmosphaere. Diese ist je nach Weltregion unterschiedlich: In den gemaessigten Breiten bis zu 13 Kilometer, an den Polen etwa 8 Kilometer, waehrend sie am Aequator etwa 18 Kilometer hoch ist.

Bestandteile: Je nach Hoehe enthalten die stockwerkuebergreifenden Wolken sowohl fluessige Troepfchen als auch Eiskristalle.

Wissenswertes: In den Bezeichnungen der stockwerkuebergreifenden Wolken ist stets das lateinische Wort nimbus = Regenwolke enthalten.

Wolkengattungen: Man unterscheidet zwei Wolkengattungen, die in dieser Wolkenfamilie eingeordnet werden:
- Nimbostratus
- Cumulonimbus


Cumulonimbus calvus

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch cumulus = Haufen und nimbus = Regenwolke und calvus = kahl, Abk. Cb cal.

Beschreibung: Bei dieser Wolkenart handelt es sich um eine Cumulonimbus-Wolke ohne Amboss-Bildung. Der obere Sektor der Wolke ist eher glatt und weist keine faserigen Strukturen auf (daher die Bezeichnung "kahl"), aber auch keine Blumenkohlstrukturen wie bei einem Cumulus congestus.

Wissenswertes: Dies ist die Übergangsform vom Cumulus congestus zum Cumulonimbus capillatus.

Wetterfolgen: Regenschauer, bald darauf Gewitter.

Cumulonimbus capillatus

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch cumulus = Haufen und nimbus = Regenwolke und capillatus = haarig, Abk. Cb cap.

Beschreibung: Bei dieser Cumulonimbus-Art weist der obere Abschnitt der Wolke ausgefranste, faserige Strukturen auf. Wie zerzauste, wirre Haare stehen diese Fasern aus dem oberen Sektor der Wolke heraus, daher auch die Bezeichnung dieser Wolke. Der obere Teil der Cumulonimbus-Wolke gleicht einem riesigen Amboss und kann bis an die Grenzschicht der Troposphaere heranreichen, wo er sich horizontal ausbreitet und seine flache Oberseite erhaelt. Die Cumulonimbus capillatus-Wolke ist die groesste Cumulonimbus-Art.

Wissenswertes: Die capillatus-Fasern sind eigentlich mit Eis aufgeladene Cirrus-Wolken. Oft kommt es zur sogenannten Virga-Bildung, das bedeutet: die Fallstreifen des Niederschlags sind erkennbar. Im Inneren der Cumulonimbus capillatus-Wolke bilden sich starke Aufwinde, waehrend gleichzeitig durch Verdunstung und Schmelzen des Eises extreme Fallboeen auftreten. Wegen dieser Abwinde und der damit verbundenen Turbulenzen koennen Cumulonimbus-Wolken auch fuer Flugzeuge gefaehrlich werden. Sie werden daher in der Regel umflogen.

Wetterfolgen: Ein Cumulonimbus capillatus ist eine ausgewachsene Gewitterwolke. Sie wird begleitet von Blitz, Donner, schweren Regenfaellen sowie Hagel und Fallboeen. Je hoeher der Cumulonimbus capillatus anwaechst, umso kraeftiger faellt das Unwetter aus.

Cumulonimbus arcus

Bezeichnung und Abkuerzung: Von Lateinisch cumulus = Haufen und nimbus = Regenwolke und arcus = Bogen, Abk. Cb arc.

Beschreibung: Bei dieser Cumulonimbus-Art bildet sich an der Unterseite der Wolke eine sogenannte Boeenwalze oder ein Boeenkragen. Diese dichte horizontale Walze nimmt das Aussehen eines dunklen, bedrohlich wirkenden Bogens an.

Wissenswertes: Diese Form bildet sich, wenn kalte Luft gegen warme Luft vorrueckt. An der Unterseite der Wolke kommt es gelegentlich zu sogenannten mamma-Bildungen. Dies sind beutelartige Ausquellungen in Form eines weiblichen Busens, daher die Bezeichnung. Hierbei sackt kalte Luft in die wÀrmeren Luftschichten darunter.

Wetterfolgen: Gewitter mit starken Regen-, Schnee oder Hagelschauern, heftige Boeen bis zu Orkanstaerke.

Andere Wetterzeichen

Andere Wetterzeichen Diese einfachen Wetterregeln basieren zum Teil auf Jahrhunderte alten Beobachtungen und Erfahrungen. Im Gegensatz zu den auf den Wolkenbildern begruendeten Vorhersagen, liegt ihnen meist kein wissenschaftlicher Beweis zu Grunde. Dennoch haben diese Regeln ihre Berechtigung und sind es wert, beachtet zu werden. Allerdings sollte man moeglichst mehrere Beobachtungen zu Rate ziehen, bevor man sich auf eine Vorhersage festlegt.


Schornstein Rauch

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Schornstein-Rauch wird zur Erde gedrueckt.
Das Wetter wird schlecht, Regen steht bevor.
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Schornstein-Rauch driftet maeanderföoemig weg.
Das Wetter wird schlecht, Regen steht bevor.
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Schornstein-Rauch steigt gerade auf.
Das Wetter bleibt schoen bzw. wird schoen.

Nebel

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Aufsteigender Fruehnebel.
Im Laufe des Tages muss man mit Gewittern rechnen.
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Absinkender Morgennebel.
Das Wetter wird schoen.
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Dunkelgrauer Nebel mit leichtem Niederschlag.
Das schlechte Wetter harlt an.
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Abendnebel bei schlechtem Wetter.
Das Wetter wird schoen.

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Wie ensteht eigentlich Nebel? Nebel ist nichts anderes als eine Wolke, die dicht ueber dem Erdboden liegt oder den Boden beruehrt. Die Sicht wird durch Nebel auf weniger als einen Kilometer verringert. Der Nebel entwickelt sich oft am Abend oder in der Nacht, wenn sich die warme und feuchte bodennahe Luft abkuehlt. Die "bevorzugte Jahreszeit" des Nebels ist der Herbst, da die Naechte in diesem Zeitraum immer kaelter werden. Der Boden kuehlt aus und es entstehen Millionen feinster Wassertroepfchen die zusammen den Nebel bilden. Der Grund dafuer ist die Menge an gasfoermigem Wasser, die Luft aufnehmen kann. Diese Menge haengt von der jeweiligen Temperatur ab. Betraegt die relative Luftfeuchte hundert Prozent, = die Luft ist also mit Feuchtigkeit gesaettigt = und die Luft kuehlt weiter ab, dann kondensiert sie und muss Feuchtigkeit abgeben. Diese abgegebenen Wassertroepfchen sind so leicht, dass sie in der Luft schweben. Da kuehle Luft nach unten sinkt, entwickelt sich Nebel zunaechst in Senken und Taelern sowie dicht ueber dem Boden.

Insekten

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Die Muecken tanzen am Abend.
Das Wetter bleibt schoen bzw. wird schoen.
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Die Muecken werden laestig und aggressiv.
Es bleibt schlecht bzw. wird schlecht.
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Die Bienen schwaermen morgens aus.
Das Wetter bleibt schoen bzw. wird schoen!
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Die Ameisen laufen aufgeregt hin und her.
Es bleibt schlecht bzw. wird schlecht, Regen steht bevor.
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Die Grillen zirpen am Abend.
Das Wetter bleibt schoen bzw. wird schoen.

Sonstige Lebewesen

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Die Schwalben fliegen tief.
Es bleibt schlecht bzw. wird schlecht, Regen steht bevor.
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Die Schwalben fliegen hoch.
Das Wetter bleibt schoen bzw. wird schoen.
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Die Froesche quaken am Abend.
Das Wetter bleibt schoen bzw. wird schoen.
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Viele Regenwurrmer sind zu sehen.
Es bleibt schlecht bzw. wird schlecht, Regen steht bevor.
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Die Spinnen weben ihre Netze.
Das Wetter bleibt schoen bzw. wird schoen.
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Die Spinnen ruhen aus.
Es bleibt schlecht bzw. wird schlecht.

Pflanzen

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Der Klee senkt seine Blaetter und Blueten.
Es bleibt schlecht bzw. wird schlecht, Regen steht bevor.
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Gaensebliemchen schliessen sich bei Tag.
Es bleibt schlecht bzw. wird schlecht, Regen steht bevor.
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Loewenzahn orffnet seinen Bluetenkelch nicht.
Es bleibt schlecht bzw. wird schlecht, Regen steht bevor.

Reif / Tau

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Starker Tau bzw. Reif in der Nacht.
Das Wetter bleibt schoen bzw. wird schoen.
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Nach klarer Nacht kein Tau.
Es bleibt schlecht bzw. wird schlecht, Regen steht bevor.
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Wie entstehen eigentlich Reif und Tau? Deutlich harmloser sind die so genannten abgesetzten Niederschlaege wie Tau und Reif. Tau entsteht, wenn sich Dinge wie Graeser, Baeume oder Autos meist ueber Nacht so weit abkuehlen, dass sie den Taupunkt der Luft, die sie umgibt, unterschreiten. Die abgekuehlte Luft kann den Wasserdampf nicht mehr halten, daher bilden sich an den Gegenstaenden kleine Tropfen. Reif bildet sich nach dem gleichen Prinzip. Er entsteht immer dann, wenn der Taupunkt unter dem Gefrierpunkt liegt. Der Wasserdampf aus der Luft setzt sich dann direkt in Form von Eiskristallen ab.

Himmelsfarben / Sicht

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Abendrot am weitgehend wolkenlosen, klaren Himmel.
Das Wetter bleibt schoen bzw. wird schoen.
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Schmutziges Gelb oder Grau beim Sonnenuntergang.
Das Wetter wird schlecht, Regen steht bevor.
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Morgenrot mit Wolken.
Das Wetter wird schlecht, Regen steht bevor.
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Abendgrau.
Das Wetter wird schlecht, Regen steht bevor.
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Morgengrau.
Das Wetter bleibt schoen bzw. wird schoen.
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Mattblauer, wolkenarmer Himmel.
Es bleibt bestaendig schoen.
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Tiefblauer Himmel.
Das Wetter wird schlecht, Regen steht bevor.
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Die Fernsicht ist besonders gut.
Das Wetter wird schlecht, Regen steht bevor.
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Berge und Baeume erscheinen besonders dunkel.
Das Wetter wird schlecht, Regen steht bevor.
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Die Sterne funkeln besonders stark.
Das Wetter wird schlecht, Regen steht bevor.
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Haloerscheinungen (dies sind mehrfarbige Baender und Ringe) um Sonne bzw. Mond.
Das Wetter wird schlecht, Regen steht bevor.
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Wie entstehen eigentlich die Himmelsfarben? Diese abendliche Daemmerungserscheinung wird durch ein Ueberwiegen des roten Anteils im Sonnenlicht hervorgerufen. Mit sinkender Sonne verlaengert sich der Weg des Sonnenlichtes durch die Erdatmosphaere. Dabei wird der kurzwellige Anteil des Sonnenlichts durch Streuung an Luftmolekuelen, Staub- und Dunstteilchen mehr und mehr herausgefiltert, so dass dann zuletzt nur noch der rote, laengerwellige Anteil uebrigbleibt. Das Morgenrot ist dem Abendrot vergleichbar, es tritt jedoch haeufig weniger intensiv auf.

Wind

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Wind aus Osten (gilt fuer Mitteleuropa, ansonsten die der Hauptwindrichtung entgegengesetzte Himmelsrichtung).
Das Wetter bleibt schoen bzw. wird schoen.
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Windstille.
Bestaendiges Wetter.
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Wind aus Westen, auch Suedwesten und Nordwesten (gilt fuer Mitteleuropa, ansonsten siehe Hauptwindrichtung in der Karte).
Das Wetter wird schlecht, Regen steht bevor.
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Auffrischender Wind aus Westen, auch Suedwesten und Nordwesten (gilt fuer Mitteleuropa, ansonsten siehe Hauptwindrichtung in der Karte).
Stuermisches Wetter und Regen steht bevor.
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Unterschiedliche Windrichtungen in verschiedenen Hoehen.
Das Wetter wird schlecht, Regen steht bevor.
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Wie entsteht eigentlich der Wind? Wind ist nichts anderes als bewegte Luft und die Luft setzt sich in Bewegung, wenn ein Luftdruckunterschied besteht. Diese Luftdruckunterschiede sind auf einer Wetterkarte gut zu erkennen. Hochdruckgebiete haben einen hohen Luftdruck, Tiefdruckgebiete einen niedrigen Luftdruck. In den Gebieten mit hohem Luftdruck sind mehr Luftteilchen, als in denen mit niedrigem Luftdruck. In dem die Luftteilchen von dem Hochdruckgebiet zu dem Tiefdruckgebiet stroemen, wird ein Druckausgleich hergestellt und dadurch entsteht der Wind.

Luftdruck

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Das Barometer zeigt langsam fallenden Luftdruck.
Ende einer Schoenwetterperiode.
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Das Barometer zeigt schnell und stark fallenden Luftdruck.
Stuermisches Wetter, Gewitter und Regen steht bevor.
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Das Barometer zeigt langsam und konstant steigenden Luftdruck.
Das Wetter wird schoen.
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Das Barometer zeigt schnell steigenden Luftdruck (mehr als 1 hPa / Std).
Voruebergehende Wetterverbesserung, moeglicherweise auch Anzeichen fuer (Hochdruck-)Sturm.
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Das Barometer zeigt gleich bleibenden Luftdruck.
Bestaendige Wetterverhaeltnisse.
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Was ist eigentlich Luftdruck? = Luft besteht aus verschiedenen Gasen, unter anderem Sauerstoff. Die Luftteilchen bewegen sich mit ueber 1500 km/h in der Atmosphaere und stossen aneinander und an allen Oberflaechen an. Die etwa 10 Milliarden Teilchen pro Kubikzentimeter verursachen durch diese Zusammenstoesse den Luftdruck.